1050 Jahre Musikgeschichte in Bruchsal
Ein musikalischer Spaziergang zum 1050-jährigen Jubiläum der Stadt Bruchsal
Willkommen auf unserer musikalischen Entdeckungstour durch die Bruchsaler Musikgeschichte!
Hier sind in einem Audioguide Informationen über Personen und Aktivitäten der 1050-jährigen Musikgeschichte zu hören.
Die Hörstationen befinden sich in der MuKs Bruchsal in der Durlacher Str. 3-7. Der Start befindet sich am Haupteingang auf der linken Seite. Die Aktivitäten lassen sich am besten dort ausführen.
Dauer der Tour: ca. 40 Minuten
Herzlich Willkommen
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Willkommen an der Musik- und Kunstschule Bruchsal – oder kurz: MuKs!
Ich bin Jakob Scherzinger, der Schulleiter, und freue mich sehr, dass ihr heute hier seid. Euch, liebe Schülerinnen und Schüler, und Ihnen, liebe Eltern, ein herzliches Willkommen!
Zum 1050-jährigen Jubiläum der Stadt Bruchsal laden wir euch zu einem ganz besonderen Rundgang ein: einer Entdeckungsreise durch die Musikgeschichte Bruchsals. An verschiedenen Stationen könnt ihr nicht nur zuhören, sondern auch selbst aktiv werden.
Nehmt euch etwa 40 Minuten Zeit und geht mit unseren Lehrkräften Hanna und Uli auf Entdeckungstour. Insgesamt erwarten euch zehn spannende Stationen hier im Gebäude. Am Ende jeder Hörstation erfahrt ihr, wo es als Nächstes weitergeht. Ihr könnt die Stationen aber auch ganz flexibel und unabhängig voneinander erkunden.
Los geht’s hier auf der roten Etage. Die verschiedenen Etagen erkennt ihr übrigens ganz einfach an den Farben der Türen und Türschilder.
Geht jetzt geradeaus weiter: Nicht weit von hier findet ihr eine gemütliche Sitzecke für unsere Kleinsten. Dort wartet auch schon die erste Mitmach-Station auf euch.
Viel Spaß beim Entdecken!
Musik
Ludwig van Beethoven: Ouvertüre zu "Egmont" op. 84 (Live-Aufnahme des Jugendsinfonieorchester der MuKs Bruchsal unter der Leitung von Klaus Eisenmann am 10. Oktober 2025 im Bürgerzentrum Bruchsal)
Musik & Tanz der Renaissance
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Ihr befindet euch hier vor dem Musi-Kuss-Raum der MuKs. Hier machen Kinder die ersten musikalischen Schritte. Dabei spielt die Bewegung mit und zur Musik eine große Rolle. Schon immer wurde zu Musik getanzt – so auch vor 1050 Jahren, als die Stadt Bruchsal gegründet wurde.
In dieser Zeit tanzten vor allem Bauern und niedrige Gesellschaftsschichten bei Dorffesten oder Hochzeiten. Die Bewegungen waren meist einfach und schnell zu erlernen, sodass alle sofort mittanzen konnten. Später entwickelten sich daraus erste höfische Tanzformen, wie die Pavane.
Stellt euch dazu folgendes vor: Ein höfischer Ball im 16. oder 17.Jahrhundert: der Festsaal ist hell erleuchtet und zeigt allen überhaupt nur denkbaren Prunk. Alles, was Rang und Namen hat, ist hier versammelt. Der Höhepunkt des Abends: das Königspaar zieht ein - und dazu ertönt eine Pavane.
Auf dem Schild vor euch findet ihr unten die Schrittfolge der Pavane. Diese geht so: linker Fuß nach vorne, ran, rechts vor, ran, links, rechts, links ran…
Und nun tanzt gerne im Tempo mit!
Von der Renaissance schreiten wir in die Blüte des Barocks. Die nächste Station findet ihr den Flur entlang, am Sekretariat vorbei, vor dem Aufzug auf der rechten Seite. Ihr seht dort ein Bild des Bruchsaler Schlosses, das für die Musikgeschichte in Bruchsal von großer Bedeutung ist.
Musik
Thoinot Arbeau (1519-1595) - Belle qui tiens ma vie
Musik am Bruchsaler Schloss
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Rom im Jahre 1693. Im päpstlichen Collegium Germanicum unweit des prächtigen Barberini-Palastes, beziehen zwei junge Männer aus dem fernen Mainz, der eine 16 Jahre alt, der andere 17, gemeinsam mit ihrem Reisebegleiter, man könnte auch sagen Aufpasser, Quartier. Bei den beiden handelt es sich um die Brüder Damian Hugo und Rudolf Franz Erwein von Schönborn. Sie sind nach Rom geschickt worden, um ihre geistliche Ausbildung zu vervollständigen, die sie auf die spätere Übernahme wichtiger katholischer Machtpositionen im Heiligen römischen Reich deutscher Nation vorbereiten soll. Aber die beiden Brüder nutzen diesen Aufenthalt in Rom auch für etwas ganz anderes. Belege über Ausgaben in den Rechnungsbüchern ihres Reisebegleiters zeigen, dass die Musik während ihrer römischen Zeit eine bedeutende Rolle spielt: Opernbesuche, Musikunterricht verschiedener Art sowie Ankäufe von Musikalien weisen auf ihre offenbar große Leidenschaft für alle musikalischen Dinge hin.
Eine musikalische Ausbildung haben beide Brüder vermutlich schon in Deutschland genossen. Beide spielen Flöte, ob Block- oder Traversflöte lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Damian Hugo spielt darüber hinaus Violine, Rudolf Franz Erwein Violoncello und Fagott. Im Laufe der Jahre verlagern sie ihr Interesse jedoch vollständig auf das Spielen der Streichinstrumente. Die Studienzeit in Rom scheint in beiden die Liebe zur Musik voll entflammt zu haben. Nehmen sie vielleicht teil an den musikalischen Akademien des Kardinals Ottoboni, eines Neffen von Papst Alexander des VIII.? Hier treffen sich die besten Musiker Roms. Hier werden Opern aufgeführt. Hier finden rauschende Feste statt.
In Mainz hätte man dies sicher nicht gerne gesehen. Moralisch hat Kardinal Ottoboni eher einen zweifelhaften Ruf. 1740 beschreibt Charles de Brosse den Kardinal als einen Mann "ohne Sitten, ohne Kredit, verderbt, ruiniert, Liebhaber der Künste, großer Musiker“.
Zu diesen großen Musikern gehörte auch der alle überragende Arcangelo Corelli. Im Jahre 1694 erwirbt Rudolf Franz Erwein einen Druck von Corellis Triosonaten opus 2 und legte damit den Grund für seine große Musikaliensammlung, die im Laufe der Jahrzehnte auf über 500 Titel anwachsen sollte.
Nach der römischen Zeit reisen die beiden Brüder weiter: Leyden, Amsterdam und Utrecht, Paris. An allen Orten erwerben sie Musikalien und knüpfen Kontakte zu Musikern. In Versailles werden sie im August 1699 als Neffen des Mainzer Kurfürsten Lothar Franz von Schönborn sogar von Ludwig dem XIV empfangen. "Honette junge Herren", urteilt Liselotte von der Pfalz, des Königs Schwägerin. Auch während des dreimonatigen Parisaufenthaltes finden sich Eintragungen über zahlreiche Notenkäufe in den Rechnungsbüchern.
Nach den Studienjahren übernehmen beide Brüder jeweils politische oder diplomatische Ämter, die sie wiederum in zahlreiche Metropolen Europas wie Dresden, London oder Wien führen.
Damian Hugo wird 1719 Bischof von Speyer und im Jahre 1722 legt er den Grundstein zum Bruchsaler Schloss.
Das Bruchsaler Schloss hat kein Theater, aber es hat von Beginn an diesen Kammermusiksaal, in dem bis heute musiziert wird. Eine echte Hofkapelle gibt es zu dieser Zeit in Bruchsal nicht. Damian Hugo wird in den Quellen immer wieder als geizig beschrieben. Dennoch gibt es einige fest angestellte Berufsmusiker. Einer von ihnen dürfte allen in der MuKs zumindest vom Namen her, sehr vertraut sein. Es handelt sich um Nicolino Rimolini, nach dem unser Konzertsaal benannt ist.
Wenn ihr mehr über Nicolino Rimolini erfahren wollt, dann geht zum Rimolini-Saal. Dort findet ihr die nächste Hörstation.
Musik
Arcangelo Corelli (1653 – 1713) - Sonate da Camera Op.2
Wer war Nicolino Rimolini?
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Über den Musiker Rimolini aus Ferrara ist nicht viel bekannt. Wir haben leider keine Zeichnung oder ein Bild von ihm und nicht einmal sein Vorname ist richtig überliefert. Einzig seine Einstellungsurkunde als Musiker am Bruchsaler Hof ist noch vorhanden. Dort wird Rimolini als „Nicolini“ Rimolini bezeichnet, man geht aber davon aus, dass die Endung mit „i“ ein Fehler des deutschen Schreibers der Urkunde war und der in Italien gebräuchliche Vorname „Nicolino“ gemeint war.
Was wir außerdem über Nicolino Rimolini wissen, ist, dass er am 25. Oktober 1720 – noch bevor das Schloss gebaut wurde - als hauptberuflicher Musiker in den Dienst des Fürstbischofs Damian Hugo von Schönborn aufgenommen wurde. Er erhält ausschließlich musikalische Aufgaben am Bruchsaler Hof: So wirkt er vermutlich als Sänger in der Kirchenmusik, der Kammermusik und der Hofmusik mit. Über diese künstlerischen Aktivitäten hinaus, hatte Rimolini auch einen pädagogischen Auftrag: Er soll den Laiensängern am Hof eine vokale und instrumentale Ausbildung bieten. Zusätzlich hatte er sechs Jungen des Bruchsaler Hofes im allgemeinen Musikunterricht zu betreuen.
Damit war Nicolino Rimolini nicht nur der für längere Zeit einzige nachweisbare hauptberufliche Musiker am Bruchsaler Hof, sondern auch einer der ersten professionellen Musikpädagogen in Bruchsal. Dies ist auch der Grund, weshalb ein Herzstück unserer Musikschule – der Konzertsaal – nach Nicolino Rimolini benannt ist. Rimolini ist das historische Vorbild für die musikpädagogische Arbeit hier an der MuKs – natürlich hat sich aber seit dem 18. Jahrhundert einiges verändert. Das erfahrt ihr im weiteren Verlauf dieses Rundgangs.
Die nächste Station widmet sich einem der bekanntesten Komponisten überhaupt: Wolfgang Amadeus Mozart, der eine besondere Verbindung zur Stadt Bruchsal hatte. Du findest die Station, wenn du den Flur entlang zu den Unterrichtsräumen der Streichinstrumente gehst. Vielleicht kannst Du auf dem Weg dorthin schon eine Geige, ein Cello oder gar ein Kontrabass hören. Beim Bild von Wolfgang Amadeus Mozart auf der linken Seite des Flures ist die nächste Hörstation.
Musik
Georg Philipp Telemann (1681-1767) - Sonate in F-Dur für Blockflöte, Violine und Basso continuo
gespielt von den MuKs-Schüler/-innen: Celine Lac (Blockflöte), Lavinia Mohr (Violine), Fabian Lübbe (Violoncello), Lennard Kiesbauer (Cembalo)
Mozart und Bruchsal
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„Wolfgang Amadeus Mozart“ – der Name dieses österreichischen Wunderkindes aus der Zeit der Klassik ist uns allen bekannt. Schon mit vier Jahren beginnt Mozart in Salzburg mit dem Komponieren – besonders für das Klavier.
Sein Vater, Leopold Mozart, erkannte schon früh das Talent seines Sohnes und zog den Schluss, die Musikalität seines Kindes, sei ein Ereignis, das der Welt präsentiert werden müsse. 1762 begann er, mit seiner Familie auf Reisen zu gehen, um sein musikalisches Wunderkind Wolfgang Amadeus an europäischen Höfen vorzustellen. Mozart reiste wie ein Popstar von Fürstenhof zu Fürstenhof. Und auch in Bruchsal hat der erst siebenjährige Wolfgang Amadeus im Sommer 1763 für zwei Nächte Quartier bezogen.
Es ist zwar erwiesen, dass Familie Mozart auf ihrer zweiten Parisreise in Bruchsal im ehemaligen schlossnahen Gasthof „Zum Riesen“ in Bruchsal Station gemacht hat. Aber obwohl es immer wieder behauptet wird, ist es nicht sicher, ob der junge Wolfgang Amadeus Mozart in Bruchsal auch konzertiert hat. Denn weder im Journale des fürstbischöflichen Hofes ist ein Vorspiel des jungen Meisters beim Regenten verzeichnet, noch ist im penibel geführten Tagebuch seines Vaters Leopold ein entsprechender Hinweis zu finden, den der stolze Papa im positiven Fall mit Sicherheit notiert hätte.
Auch wenn es nicht erwiesen ist, dass Wolfgang Amadeus Mozart in Bruchsal musiziert hat, so hatte er doch eine besondere Verbindung zu unserer Stadt: Mozart war so begeistert von einem Konzert der in Bruchsal geborenen Glasharmonikaspielerin Marianne Kirchgeßner, dass er für sie ein Quintett für Glasharmonika, Flöte, Oboe, Viola und Cello komponierte.
Hört mal hin, ob ihr die Glasharmonika und die weiteren Instrumente erkennen könnt.
Welch wunderbare Musik!
Wenn ihr mehr über die Musik erfahren wollt, die von Komponisten mit Verbindung zur Stadt Bruchsal erschaffen wurden, dann geht zur nächsten Hörstation. Diese befindet sich an der hinteren Wand am Ende des Flurs, dort wo ihr schon ein Komponistenporträt erkennen könnt.
Musik
Wolfang Amadeus Mozart (1756-1791) - Menuett G-Dur KV1 für Klavier
Wolfang Amadeus Mozart (1756-1791) - Quintett für Glasharmonika, Flöte, Oboe, Viola und Violoncello KV 617
Komponisten aus Bruchsal
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Der bis heute wohl bekannteste Musiker am Bruchsaler Hof war Johann Evangelist Brandl. Er wurde am 28. März 1789 als fürstlicher Musikdirektor angestellt. Seine Tätigkeit in Bruchsal war allerdings nicht allzu lange: zeitgleich mit seinem Amtsantritt begann die Französische Revolution, infolgedessen sein Vorgesetzter, Fürstbischof August von Limburg-Stirum fliehen musste. 1794 sprach der Bischof aus dem Exil sogar ein absolutes Musizierverbot aus. Durch das Ausscheiden vieler Kapellmitglieder begann der schnelle Abstieg der Bruchsaler Hofmusik. Nachdem Bruchsal gefallen war, wurde das Orchester der Bruchsaler Hofmusik aufgelöst. Brandl wurde daraufhin Geiger in der Badischen Hofkapelle in Karlsruhe.
Ein Teil seines musikalischen Schaffens entstand übrigens hier in Bruchsal. Schon die ersten Werke von Johann Evangelist Brandl wurden von der Kritik sehr positiv aufgenommen – und auch später machte er sich einen Namen, der weit über die Region hinausreichte. Einige seiner Kompositionen wurden sogar im Ausland bekannt. Zeitgenossen zählten ihn zu den bedeutendsten und angesehensten Komponisten seiner Epoche.
Musikalisch bewegt er sich dabei gewissermaßen „zwischen den Welten“: Seine Werke erinnern stellenweise an Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn – gehen aber gleichzeitig schon darüber hinaus.
Seine Musik beinhaltet nicht nur klassische Formen, sondern auch überraschende Wendungen, virtuose Passagen und erste Klangideen, die bereits in Richtung Romantik weisen.
Obwohl Brandl nur kurz in Bruchsal tätig war, entstand ein Teil seines kompositorischen Schaffens hier.
Nur 16 Jahre nach dem Tod Brandls wurde mit Alexander Franz Adam ein weiterer bedeutender Komponist in Bruchsal geboren. Seine Familie zog bald nach Freiburg, dann wieder nach Karlsruhe. Die Verbindung nach Bruchsal blieb aber immer bestehen: Nicht umsonst komponierte er ein Oratorium über den Bruchsaler Bauernführer Jos Fritz.
An den Aufführungen des Oratoriums wirkten bis zu 300 Musizierenden mit. Natürlich war auch ein großes Orchester mit dabei.
Wenn ihr wissen wollt, welche Instrumente im Sinfonieorchester spielen, dann geht weiter zur nächsten Station. Ihr findet sie in der grünen Etage – ein Stockwerk höher – gleich neben dem Aufzug.
Musik
Johann Evangelist Brandl (1760–1837): Te Deum
Hofkirche Bruchsal, Live-Mitschnitt aus dem Konzert vom 22. Mai 2022.
Esther Sieber (Sopran), Regina Grönegreß (Alt), Gert Bachmaier (Tenor), Florian Kontschak (Bass) Kath. Bezirkskantorei Bruchsal Vokalsolisten der Bruchsaler Hofkapelle: Ruth Dobers (Sopran), Nicole Schumann (Alt), Eduard Wagner (Tenor), Marc Hagmaier (Bass)
Kammerphilharmonie Mannheim
Dominik Axtmann (Leitung)
Instrumentenkunde
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Die Musikgeschichte in Bruchsal ist stark mit dem Bruchsaler Schloss verbunden. Bis heute findet im Kammermusiksaal eine internationale Konzertreihe, die Bruchsaler Schlosskonzerte, statt. Viele von euch kennen den Saal: Stellt euch die prunkvolle Decke mit viel Stuck und einem Kronleuchter vor. Dort erklingt zum Beispiel Musik von Henry Purcell, aus seiner Abdelazer Suite.
Auch der britische Komponist Benjamin Britten war im Jahr 1956 zu Gast bei dieser traditionsreichen Konzertreihe. Britten hatte eine Vorliebe für Barockmusik und so komponierte er auf der Grundlage von Purcells Abdelazer Suite einen Orchesterführer für junge Leute. Darin werden die unterschiedlichen Instrumentengruppen des modernen Sinfonieorchesters vorgestellt.
Die Holzblasinstrumente klingen so...
Die Blechblasinstrumente..
Die Streichinstrumente...
Und die Schlaginstrumente...
Vor dir auf dem Boden findest du verschiedene Felder, die für die einzelnen Instrumentengruppen des Sinfonieorchesters stehen. Gelb für die Streichinstrumente, blau für die Blechblasinstrumente, grün für die Holzblasinstrumente und rot für die Schlaginstrumente.
Du hörst jetzt einen Ausschnitt aus Benjamin Brittens "The Young person's guide to the Orchestra". Sobald du die Blechblasinstrumente hörst, hüpfe auf die blaue Matte, wenn Holzblasinstrumente erklingen auf die grüne und bei den Streichinstrumenten auf die gelbe Matte. Sollten mehrere Instrumentengruppen gleichzeitig erklingen, versuche deine beiden Füße auf unterschiedlichen Matten zu platzieren.
Wow, ganz schön anstrengend diese Rumgehüpfe. Apropos Hüpfen: Bei der nächsten Station erfahrt ihr, wo und wie in Bruchsal zu Rock-Pop-und-Jazzmusik gehüpft wird. Die Sation findet ihr den Flur entlang Richtung Ballettsaal auf der rechten Seite. Gegenüber dem Aufgang zu unseren Bandräumen.
Musik
Henry Purcell (1659-1695) – Abdelazer Suite (2. Satz Rondeau)
Musik: Benjamin Britten (1913-1976) - The Young Person's Guide to the Orchestra
Bruchsal als Festivalstadt
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Ihr befindet euch hier vor dem Aufgang zu unseren Bandräumen. Unser Fachbereich Rock-Pop-Jazz lässt es dort ordentlich Krachen: Die Big-Band, verschiedene Bands und Jazzformationen üben hier für den großen Auftritt. In Bruchsal bieten sich dafür viele Möglichkeiten.
Denn Bruchsal hat sich in den letzten Jahren zur Festivalstadt entwickelt. Nicht nur für populäre Musik, sondern auch für das Laienmusizieren. So fand in der jüngeren Vergangenheit unter anderem das Landesmusikfestival, das Eurofestival Zupfmusik, das Landesjazzfestival und das Musiktreffen 60plus in Bruchsal statt.
Der Kultursommer im Atrium bietet eine gute Auftrittsmöglichkeit für regionale Bands und bei Musik im Park sind jährlich internationale Stars in Bruchsal zu Gast. In unserer Stadt ist wirklich viel geboten.
Auch die MuKs bringt Bruchsal vielfältig zum Klingen: mit jährlich über 200 Konzerten sind wir in Bruchsal und der Region zu hören. Durch das Internationale Kraichgau Jazzfestival bringt die MuKs seit über 25 Jahren internationale Stars der Jazzszene in die Region und bei „Yes:Jazz“ zeigen die Bruchsaler Schulbands schon seit über 10 Jahren ihr Können auf einer großen Bühne unter professionellen Bedingungen.
Willst auch Du auf der großen Bühne performen? Dann begib dich zur nächsten Station. Dort findest Du eine weitere Mitmach-Aktion.
Gehe dafür auf diesem Stockwerk den Flur entlang, am Treppenhaus vorbei Richtung Schlagzeugraum. Direkt neben dem Eingang zur Empore befindet sich die nächste Hörstation.
Musik
Josef Zawinul (1932-2007) - Birdland (Live Aufnahme von Buggis Big Band am 18. Oktober 1992)
Finde den Groove
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Wir stehen hier direkt beim Schlagzeugraum. Vielleicht könnt ihr eine Trommel, eine Marimba, eine Pauke oder sogar den Groove eines Drum-Sets hören.
Das Drum-Set ist aus keiner Band wegzudenken und in der Popmusik für den Beat zuständig.
Damit auch Du deinen Beat findest, darfst Du bei dieser Station wieder aktiv werden. Sicher hast Du auf dem Boden schon die vier Kreise mit unterschiedlichen Farben und Symbolen entdeckt:
Der blaue Kreis mit dem schnipsenden Finger, der rote Kreis mit den klatschenden Händen, der orangene Kreis mit den auf die Schenkel patschenden Händen und der grüne Kreis mit den stampfenden Füßen.
Schnapp Dir eine paar Freunde oder deine Familie und findet zusammen den Groove. Natürlich kannst Du auch alleine aktiv werden.
Dafür kannst Du dich oder könnt ihr euch auf die verschiedenfarbigen Kreise stellen und mit der Musik Schnipsen, Klatschen, Patschen oder Stampfen.
Wir beginnen beim blauen Kreis. Schnipse gerne im folgenden Rhythmus mit:
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Weiter geht es mit dem roten Kreis. Dafür klatschst Du zur Musik in folgendem Rhythmus:
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Und jetzt der orangene Kreis: Patsche dafür mit den Händen auf deine Schenkel im folgenden Rhythmus

Und zum Schluss der grüne Kreis: Stampfe so:

Hanna
Und jetzt versuchen wir die verschiedenen Grooves zu kombinieren:
Zur Musik:
- Schnippen auf dem blauen Kreis
- Weiter zum roten Kreis und klatschen
- Und Patschen auf dem orangenen Kreis
- Und Stampfen auf dem grünen Kreis
So, und jetzt kannst Du mit deinen Freunden oder deiner Familie deinen eigenen Groove finden und die einzelnen Aktionen beliebig nacheinander oder gemeinsam und gleichzeitig ausführen. Los geht´s…
Weiter geht’s zur nächsten und letzten Station. Du findest diese den langen Flur zurück zum hinteren Treppenhaus. Dort wo auch die Station mit Benjamin Britten und den Orchesterinstrumenten war.
Musik
Ain´t nobody (gespielt von MuKs Lehrer Leon Werner mit seinem Ensemble "Saxotic)
Musik ist Leben
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Musik spielt im Leben vieler Menschen eine große Rolle. Musik tröstet, muntert auf; sie verbindet Menschen miteinander, weckt Erinnerungen und kann sogar einen positiven Einfluss auf die Gesundheit haben. Musik wird dabei von jedem Menschen unterschiedlich empfunden und es werden ganz unterschiedliche Emotionen ausgelöst. Für viele Menschen bildet Musik einen wichtigen Lebensinhalt. Dies wird durch das Erscheinungsbild, die Kleidung oder andere körperliche Merkmale sichtbar.
Im Treppenhaus findest du Bildercollagen zu verschiedenen Musikstilen und den Menschen, die sich mit ihnen identifizieren. Schau dir die Bilder gerne an – vielleicht entdeckst du dabei auch den Musikstil, der am besten zu dir passt. Unten rechts findest du jeweils einen QR-Code, über den du weitere Informationen zu den einzelnen Musikrichtungen erhältst.
Und damit sind wir am Ende unseres musikalischen Spaziergangs. Lausche gerne noch etwas der Musik und schaue unsere Bilderreihe „Musik ist Leben“ an. Schön, dass Du dabei warst.
Musik
Metallica - Nothing Else matters, arr. Apocalyptica / Christopoh Becker (gespielt vom MuKs-Cello-Quartett: Christoph Becker, Sebastian Dedera, Leonard Geissler, Mathias Göbel)
Konzeption: Jakob Scherzinger, Hanna Mayer | Texte: Jakob Scherzinger, Norbert Gamm | Grafiken: Jakob Scherzinger | Arrangements: Hanna Mayer | Stimmen: Hanna Mayer & Ulrich Volz
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